Stückgutfrachter MS Bleichen
Stückgutfrachter MS Bleichen
Stückgutfrachter wie die „Bleichen“ haben den Hamburger Hafen vor der Zeit der Containerriesen geprägt. Die Stiftung Hamburg Maritim holte das Schiff 2007 in die Hansestadt, um im Hafenmuseum vor dem Schuppen 51B den klassischen Stückgutumschlag demonstrieren zu können. Es bietet außerdem ein Bild des Schiffbaus der späten 1950er Jahre. So stößt man an Bord auf vertraute Namen von Zulieferern. Gesteuert wurde es mit einem Kompass von Anschütz (Kiel), der Hauptmotor stammt von Deutz (Köln), die Kompressoren von Hatlapa (Uetersen), die Pumpen von Sihi (Itzehoe), die Rudermaschine von Kampnagel und der Propeller von Zeise (beide Hamburg).
Die Nobiskrug-Werft (Rendsburg) hatte die „Bleichen“ für die Hamburger Reederei H. M. Gehrckens gebaut. Es war ein gefälliger, damals schon etwas altmodischer Entwurf, der mit seiner Mittelbrücke an die klassischen Ostsee-Dampfer erinnerte. Gehrckens setzte die „Bleichen“ vor allem nach Finnland und Schweden ein. 1970 wurde sie nach Italien verkauft, seit 1979 war sie für einen türkischen Reeder im Schwarzen Meer und Mittelmeer vor allem mit Schrott unterwegs, bevor ihr selbst die Verschrottung drohte. Nun wird sie fahrtüchtig hergerichtet.
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