Indirekte Herrschaft? Burgomaster Petersen, Colonel Armytage und die großen Ziele der Alliierten
- Vorträge & Diskussionsrunden
Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Befreite und Befreier? Kriegsende in Hamburg 1945“.
PD Dr. Helmut Stubbe da Luz, Kurator der Ausstellung, Historiker
In den Monaten bis zum Jahresende 1945 verfolgte die britische Militärregierung in Hamburg viele Ziele gleichzeitig:
An erster Stelle ihre eigene Installation, die Repatriierung der DPs und die Verfolgung von Kriegsverbrechern;
an zweiter Stelle waren die Hamburger Behörden politisch zu säubern;
an dritter Stelle mussten Militärregierung und einheimische Behörden zusammen die Bevölkerung der Anderthalb-Millionen-Stadt ordnen und versorgen;
an vierter Stelle war die Stadtgesellschaft zu verändern, Schritt für Schritt, im Sinne von Demilitarisierung, Denazifizierung und Demokratisierung.
Diese Veränderung konnten die Besatzer nur indirekt herbeiführen und kontrollieren, denn die Bevölkerung sollte sich in Richtung eines demokratischen „Self-government“ entwickeln. Dreh- und Angelpunkt des Geschehens war die Kooperation zwischen Commander Armytage und „Burgomaster“ Petersen. Sie wurde kritisch beobachtet – teils damals schon, teils später im historischen Rückblick: Wurde alles Menschenmögliche getan? Oder sind sogleich nach Kriegsende Versäumnisse unterlaufen, wurden Weichen in eine unglückliche Richtung gestellt?
Der Eintritt ist frei. Für den ungehinderten Zugang zum Universitätscampus halten Sie bitte einen Lichtbildausweis bereit.
Kooperationspartner dieser Veranstaltung ist die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.