Frühlingserwachen - ein Abend zum politischen Frühling
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Einige Anmerkungen zur Zeitenwende, pardon, zum Jahreszeitenwechsel - dazu gibt es u.a. konstruktive Tipps zur Finanzierung "unseres" neuen Reichtums, bzw. Sondervermögens. Das, was sich hierzulande und weltpolitisch gerade abspielt, hätte man noch vor wenigen Wochen als dummes Geschwätz und platten Antiamerikanismus abgetan. Mit der lichtschnellen Erosion bislang sicher geglaubter Überzeugungen geht auch ein mindestens ebenso schneller Bedeutungswandel des Vokabulars einher: Horrorschulden z.B. sollen sich als Sondervermögen ins Neusprech-Bewusstsein schmiegen... - und das auf Drängen einer Partei, die keine Schulden mehr machen wollte. Dass Europa jetzt bei der Aufteilung der Welt mitspielen will, dass eine Grundgesetzänderung vom "alten Regierungspersonal" mal eben durchgewunken werden soll, so etwas stärkt das Vertrauen in Demokratie und Demokraten - und in die Wehrkraft sowieso. Whatever it takes! -Dass ein Sozialdemokrat Kriegs- statt Friedensfähigkeit fordert, ist keine skurrile Posse eines Hofreiters. Heute gilt der Hinweis auf Willy Brandt und Egon Bahr schon fast als Vergehen gegen die Staatsraison, zumindest aber als Ausdruck von Naivität. - Was sind das für Zeiten? - An diesem Abend jedenfalls soll deshalb das blaue Band des Frühlings durch die Lüfte flattern, an einem 1. April. Kein Scherz. Schließlich hängt alles mit allem zusammen. - Lesen wird Michael Weber (u.a. am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Bochum, Schauspielhaus Zürich, Burgtheater Wien, am Königlichen Theater Kopenhagen und von 1996 bis 2000 als festes Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus engagiert, er war in vielen Rollen in Film und Fernsehen zu sehen und gehört seit der Spielzeit 2013-14 wieder zum Ensemble des Deutschen SchauSpielHauses - und arbeitet zudem als Autor, Regisseur).
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