Die schmutzigen Hände
- Theater
Hamburger Theaterfestival 2025 / von Jean-Paul Sartre / Neuübersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel im Auftrag des Schauspielhauses Zürich / Regie Jan Bosse / Eine Produktion des Schauspielhauses Zürich
Als ob das Stück gerade eben erst geschrieben wurde: Sartres »Die schmutzigen Hände« von 1948 ist mit seinen existenziellen Fragen an Moral und Politik aktueller denn je und setzt zum Auftakt des Festivals ein starkes Ausrufezeichen. In der Züricher Aufführung gibt es ein Wiedersehen mit dem großen Wolfram Koch als denkende, lenkende Politikerpersönlichkeit Hoederer. Der findet in seinem jungen Parteigenossen Hugo (Steven Sowah) einen Widersacher, der die Entscheidungen des erfahrenen Politikers hinterfragt. Hugo will für Gerechtigkeit kämpfen. Aber was ist gerecht und wie radikal darf oder muss man sein, um Ideale zu erreichen?
Hoederers angestrebtes Zweckbündnis mit den Gegnern missfällt seinen radikalen Parteimitgliedern, weshalb sie beschließen, ihn aus dem Weg zu räumen. Um endlich etwas Handfestes zu tun, übernimmt Hugo den Mordauftrag an Hoederer und nistet sich mit seiner Frau Jessica (Carol Schuler) in dessen Haus ein. Getrieben von idealistischen Revolutionsgedanken, trifft er auf einen erfahrenen und faszinierenden Realpolitiker, der seine Prinzipientreue ins Wanken bringt.
Jean-Paul Sartres Stück ist ein zeitloser Politthriller zu Macht, Moral und Menschlichkeit, eine hellsichtige Reflexion über Vertrauen und Angst, Verantwortung und Freiheit.
Eine Veranstaltung des Hamburger Theaterfestival 2025
2. UND 3. Mai 2025, 19 UHR, THALIA THEATER
Eröffnung des Festivals durch den Intendanten Nikolaus Besch
Einführung in das Stück mit Dramaturg David Heiligers am 2. Mai um 18 Uhr
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