Die Befreiung französischer Häftlinge des KZ-Neuengamme in Norddeutschland
- Vorträge & Diskussionsrunden
Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Befreite und Befreier? Kriegsende in Hamburg 1945“.
Dr. Christine Eckel, Historikerin
Grußwort: Ulrike Dotzer, Deutsch-Französische Gesellschaft Cluny e.V.
Über 11.600 Männer und Frauen aus Frankreich wurden in das KZ Neuengamme und seine Außenlager deportiert. Wer waren sie, warum wurden sie verschleppt und welchen Bedingungen waren sie ausgesetzt?
Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Vortrag insbesondere die letzte Kriegsphase: Angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und der offensichtlichen baldigen Niederlage räumten die deutschen Verantwortlichen das Hauptlager Neuengamme sowie die KZ-Außenlager im norddeutschen Raum.
Im Rahmen von „Todesmärschen“ zu Fuß oder in Güterzügen gelangten Tausende Häftlinge in „Auffanglager“ wie Wöbbelin, Sandbostel oder Bergen-Belsen. Weitere Tausende wurden in der Lübecker Bucht auf Schiffe verladen, die am 3. Mai 1945 – also unmittelbar vor Kriegsende – irrtümlich von der britischen Luftwaffe bombardiert wurden. Anhand biografischer Skizzen und Lebensläufe von Frauen und Männern aus Frankreich wird die Endphase des KZ-Systems in den Blick genommen, in der noch Tausende Häftlinge an den katastrophalen Bedingungen starben oder gezielten Mordaktionen zum Opfer fielen, an denen sich SS und Wehrmacht, aber auch die Zivilbevölkerung beteiligte.
Der Eintritt ist frei. Für den Zugang zum Universitätscampus halten Sie bitte einen Lichtbildausweis bereit.
Kooperationspartner des Vortrags ist die Deutsch-Französische Gesellschaft Cluny e.V. Hamburg.
Kooperationspartner dieser Veranstaltung ist die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
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